Die Frutz ist schon seit Jahrhunderten die Energiequelle Rankweils. Im Gegensatz zu relativ konstant wasserführenden Bächen in anderen Gemeinden des Rheintals ist die Frutz jedoch eine etwas launische Diva, weil viele Hänge im Einzugsgebiet sehr steil abfallen und bei Niederschlägen der Wasserabfluss sehr rasch erfolgt. Dank ausgeklügelter Nutzung der Wasserkraft durch entsprechende Bauwerke gelang es jedoch schon früh, mit dem Wasser der Frutz das Gewerbe in Rankweil anzukurbeln.

So trieb das Frutzwasser schon vor über 700 Jahren in Rankweil eine Mühle an. 1313 wird in der ältesten Walserurkunde der Flurname „Arka“ erwähnt. Der Begriff könnte auf eine frühe Anlage zum Auffangen von geflöztem Holz hindeuten. Schriftlich belegt ist das Holztriften auf der Frutz für das 16. Jahrhundert. Denn bereits im Jahr 1585 wurde für das Flözen nachweislich ein Zins bezahlt.